Heimat (gebundenes Buch)

Ausflug in ein unbekanntes Land - Essays
ISBN/EAN: 9783863511005
Sprache: Deutsch
Umfang: 280 S., 4 farbige Illustr.
Format (T/L/B): 2.8 x 21 x 13.5 cm
Einband: gebundenes Buch
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Peter Renz’ Ausflug in die »Heimat« spannt sich von der kritischen Auseinandersetzung mit dem durch die deutsche Geschichte beschädigten Heimatgefühl über die selbstbewusste Neuaneignung der Heimat als »Region« bis zu deren gegenwärtig drohenden Gefährdung im Zuge der neoliberalen Globalisierung. In seiner liebevoll-kritischen Auseinandersetzung mit seinem oberschwäbischen »Himmelreich des Barock« verhilft er den so zahlreichen wie erstaunlichen Einrichtungen dieses Landstrichs zu verdienter Geltung: ein Stück Kulturgeschichte des deutschen Südens, auf die die Hiesigen zu Recht stolz sein können.
Peter Renz, 1946 in Weingarten geboren, freier Schriftsteller, Dozent für Literarisches Schreiben. Romane, Drehbücher, Hörspiele, Theaterstücke. Seit er mit »Vorläufige Beruhigung« (1980 bei Hoffmann & Campe) den »exemplarischen Roman seiner Generation« (Bayrischer Rundfunk) geschrieben hat, für den er mit mehreren Preisen (u. a. Bodensee-Literaturpreis) bedacht wurde, griff er immer wieder mit Essays und Reden in die Diskussion über die Entwicklung der (insbesondere: oberschwäbischen) Region ein, um mit anderen zu deren »Selbstaufklärung« beizutragen. Peter Renz ist Mitglied im VS und im deutschen PEN.
"Heimat ist ein Gefühl. Seine Herkunft verdankt sich der Summe an Erfahrung, die wir in unserer Kindheit und Jugend mit Landschaft und Menschen unseres Lebensraums gemacht haben. Dieses Gefühl hat sich erst über Jahre herausgebildet, als eine Melange aus Sommerferien und Erdkundeunterricht, aus Schulausflügen und verträumten Nachmittagen, aus Indianerspielen und Ritterkämpfen, aus Kartoffellesen und dem Sammeln von Tannenzapfen, aus Kirben, Strafpredigten und Geburtstagsüberraschungen. Der Stoff der Vertrautheit, die Zugehörigkeit, das konkrete Leben. Wir begreifen jenes selbstverständliche Heimatgefühl nie im Augenblick seines Entstehens, wir werden uns dessen erst bewusst, wo wir es vermissen."