Buchtipps

Wie lässt sich ein Wirtschaftssystem erklären, in dem Geld durch Geld erzeugt wird? Angesichts eines Informationskapitalismus, in dem Warenproduktion und körperliche Arbeit nur noch als Reminiszenz an alte Zeiten mitgeschleppt werden, zeigt der italienische Philosoph »Bifo« Berardi, dass wir es mit einem System zu tun haben, das vor hundert Jahren...
Ein paradoxer, bislang wenig bekannter Aspekt der Nachkriegsgeschichte: Deutsche NS-Verbrecher wurden nach 1945 von kommunistischen Geheimdiensten rekrutiert, um in der Bundesrepublik zu spionieren. Nach der Wende von 1989 stehen die kommunistischen Funktionäre, die die Spione angeleitet haben, in Prag vor Gericht. Im Zuge dieser Prozesse wird...
19 türkische Autorinnen und Autoren sowie eine Fotografin reflektieren in ihren Beiträgen den Kern, die Motivation und die Dynamik der Gezi-Bewegung. Im Spiegel künstlerischen Schaffens bieten sie ungewohnte Ein- und Ausblicke, ohne analysieren, erklären oder die Proteste bloß nachzeichnen zu wollen.
Diese Angst in uns. Leise und kaum wahrnehmbar bewegt sie sich unter der Oberfläche des täglichen Seins. In seinen Erzählungen schildert der mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnete türkische Schriftsteller Oğuz Atay dieses Gefühl, diesen Zustand und hält dabei immer die fragile Balance zwischen den Extremen.
Liebe und Erotik, Tod und Trennung spielen die Hauptrollen in den Erzählungen Aydemirs, die autobiografische Züge tragen. Aydemir versucht nicht das Geheimnis zu lüften, schildert vielmehr in nüchterner Sprache und mit den Elementen der Dichtkunst die Empfindungen, die aus diesen Lebenszuständen erwachsen – ohne zu deuten, ohne zu werten. Diese...
Die Liebe der starken, erfolgreichen und attraktiven Hayal zu dem jüngeren und sensiblen Uğur, den sie für einen Abend als Begleitung mietet, gipfelt nach vielen Höhen und Tiefen im Glück. Doch leider haben nur Märchen ein Happy End.
Mit seinem Faible für Menschen am Rand der Gesellschaft legt der türkische Kultautor Murat Uyurkulak mit seinem zweiten Roman eine mit magischen und fantastischen Elementen durchsetzte ironische, traumatische und zugleich sozialkritische Allegorie auf die Türkei vor.
Ein Jahr nach den (welt-)weitreichenden Protesten in der Türkei, die in einem winzigen Park am Taksim-Platz ihren Anfang nahmen, erschien der Roman »Deliduman« (übersetzt: “wilder Rauch”) von Emrah Serbes in der Türkei. Innerhalb weniger Monate verkaufte sich die Geschichte von Çaǧlar und seiner kleinen Schwester Çiǧdem...
Nachdem der kleine Satansbraten in »Söhne und siechende Seelen« die Herzen der Leser im Sturm erobert hat, geht es in dem Folgeband »Höllenblume« erneut um eine kriminologische Herausforderung, der sich der fünfjährige Alper Kamu annehmen muss.
Emrah Serbes erzählt davon, wie es ist, ein Mann zu werden: vom Fingerspiel in Mädchenhaaren, von tränenloser Starre, als der Bruder beim Militär ums Leben kommt, und davon, warum einer mit „Terroristen“ aus der Nachbarschaft zur Demo geht.

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